|
Es war die Überzeugung, dass die Organisationsstruktur und die Arbeitsweise sich nicht parallel mit dem Umfang und mit der internationalen Position entwickelt haben. Man kann dies an zwei handfesten Beispielen erläutern:
Matching Grants (MG)
Das MG-Programm wurde in 1965 aufgelegt. Feierlich wurde in 1999 der 10.000 MG ausgezahlt. Trotz der Erhöhung der Mindestprojektgröße auf nunmehr US$ 15.000 kam bereits in 2004 das 20.000 MG-Projekt und in 2008 Nummer 30.000. Zwingt diese Entwicklung nicht zu angepassten Strukturen und neuen Arbeitsweisen?
Polio
Das erfolgreiche Programm zur Ausrottung der Kinderlähmung führte von 350.000 Fällen der Neuerkrankung in 1989 zu 1.500 in 2008. Dieses Ergebnis und auch die finale Ausrottung sind möglich geworden, da Rotary es verstanden hat, sich mit der Finanzkraft und mit dem Fachwissen anderer Organisationen zu verbünden. Warum sollten wir diese Fähigkeiten nicht auch für andere Zwecke nützen?
Die Antworten liegen im Future Vision Plan (FVP). Im FVP werden Arbeit und Entscheidungen aus dem Tätigkeitsgebiet der Rotary Foundation teilweise in die Distrikte verlegt. Parallel dazu werden Schwerpunktsgebiete (Areas of Focus) definiert und strategische Partnerschaften mit Dritten auf diesem Gebiet gesucht und entwickelt werden, wie dies auch für Polio mit Erfolg betrieben worden ist. Von großer praktischer Bedeutung für die Clubs wird die neue Grant-Struktur werden. Im FVP ist eine Trennung in einerseits Rotary Foundation District Grants und andererseits Rotary Foundation Global Grants vorgesehen, wobei die District Grants, ähnlich wie schon heute für District Simplified Grants, in weitgehender Eigenverantwortung von und in den Distrikten behandelt werden sollen.
Einzelheiten über den FVP findet man hier in der Präsentation. Der Future Vision Plan ist wichtig für jeden Rotarier, denn er betrifft einen der Bausteine für die Zukunft Rotarys. |