12.02.2005
Eine Küche für Lettland
Hochtaunus. Es ist ein ganz besonderer Hilfstransport, der sich jetzt von Bad Homburg aus auf den Weg nach Lettland gemacht hat: An Bord des schwer bepackten Lastwagens befinden sich nämlich zum Beispiel mehrere dampfbetriebene Kochkessel und Kipp-Bratpfannen, zwei Kombi-Dämpfer, eine Topf-Spülmaschine oder auch sechs Tablettwagen. Bei diesen Geräten handelt es sich aber nicht etwa um handelsübliche Ware für Privat-Haushalte, sondern um Spezialanfertigungen in stattlicher «Klinik-Größe». Denn alle diese Sachen wurden bisher in den Küchen der Hochtaunuskliniken in Bad Homburg und Usingen verwendet. Seit die Verpflegung von Personal und Patienten allerdings vom kreiseigenen Taunus-Menü-Service übernommen worden ist, werden die beiden Küchen mit ihrer bisherigen, zum Teil sehr hochwertigen Ausstattungen nicht mehr benötigt.

Auf der Suche nach einem neuen sinnvollen Verwendungszweck für die Großküche hatte Prof. Gerhard Rohr eine gute Idee. Der Chefarzt der Inneren Medizin II und Gastroenterologie ist auch im Rotary Club Bad Homburg-Kurpark engagiert und konnte über den Rotary Club Riga International eine Verbindung mit dem psychiatrisch-neurologischen Krankenhaus in der Stadt Jelgava herstellen. Das 800-Betten-Haus ist eines von nur sechs dieser Art in ganz Lettland und kann, wie Rohr in Erfahrung brachte, eine moderne Küchenausstattung sehr gut gebrauchen.

Nun ging alles ganz schnell: Viele Rotarier, aber auch mehrere Mitarbeiter der Hochtaunuskliniken packten mit an, bauten die entsprechenden Küchenteile in Bad Homburg und Usingen aus und luden sie auf einen Lastwagen. Am Donnerstag dieser Woche setzte sich der Transport, der vom Rotary Club Riga International finanziert sowie vom Rotary Club Bad Homburg-Kurpark organisiert wird, dann in Bewegung.

Übrigens: Weitere nicht mehr benötigte Geräte aus den beiden Küchen der Hochtaunuskliniken werden demnächst nach Niš gebracht, die serbische Partnerstadt von Bad Homburg. (os)